WIR/ Freie Wähler Wesseling

Norton-Gelände

Norton04, Bild: E. Hermans (anklicken für größer ...) Norton, Bild: E. Hermans (anklicken für größer ...)

Seit WIR im Rat sind, wollten WIR, dass die Fassade der seit etwa 1990 geschlossenen und vergammelnden Schleifmittelfabrik Norton mit Türmen, Risaliten und vielen schmückenden Elementen als Industriedenkmal unter-Schutz-gestellt wird.
Hier könnten komfortablen Stadtwohnungen in schönem Ambiente wie z.B. auch im Kölner "Siebengebirge" entstehen.
Das Gelände ist groß genug, dass dort auch ein Jugendzentum, Café, Kiosk, kleinere Geschäfte, Sozialstation für ältere Menschen, Proberäume für Musiker, und anderes mehr integriert werden können.
Oder ein schöner Park.
Gewerbliche Flächen werden in großem Umfang zwischen Schloss Eichholz und BAB 555 erschlossen, dafür muss die Norton nicht verschwendet werden.

Im Sommer 2020 beschloss der Rat, für das Gelände ein Vorkaufsrecht zu erlassen.
Der von WIR geforderte Denkmalschutz für die Fassade war damals nicht Thema der Vorlage und wird von Verwaltung und den anderen Fraktionen abgelehnt.

Im Sommer 2023 einigte sich die KVB mit dem Immobilienbesitzer, das Grundstück für den ca. dreifachen Marktwert zu kaufen.
(Wie bekannt ist, erhöht die KVB zum 1.1.2023 mal wieder die Fahrkartenpreise heftig und findet nicht genug Leute, die bereit wären, zu den aktuellen Gehältern und Arbeitszeitbedingungen als Fahrer anzufangen. Aber das hat mit diesem Grundstücksgeschäft natürlich nichts zu tun.)

Die Vorstellungen der KVB wurden dem Rat vorgetragen.
Denkmalschutz für die Fassade kam darin nicht vor, nur die Idee, möglichst einen Teil der Steine zu retten und wiederzuverwenden.
WIR haben untenstehenden Alternativplan entworfen, der die Fassade erhält und in einer künftigen Werkstatt integriert, auf die die Verwaltung und Kantine draufgesetzt wird.
Auch war uns wichtig, dass die Radpendlerroute durch die KVB-Ansiedlung nicht gefährdet wird, schließlich gehört die Straße zwischen Norton und der Bahntrasse der Stadt.
Uns wäre es lieber gewesen, wenn die Stadt ihr Vorkaufsrecht genutzt hätte.
Dann hätte die Stadt der KVB das Gelände z.B. in Erbpacht zur Verfügung gestellt. Wesseling bekäme Einnahmen.
Und wenn sich die KVB in ein paar Jahrzehnten mal umorientiert, dann könnte die Stadt das Gelände wieder anderweitig nutzen.
Unter diesen Prämissen wären WIR bereit gewesen, einer Nutzung durch die KVB zuzustimmen.
Aber die SPD, Grüne und FDP denken anscheinend kurzfristiger und haben sich gegen die Nutzung unseres Vorkaufsrechts ausgesprochen.


Vorschlag Norton, Graphik: E. Hermans (anklicken für größer ...) Vorschlag Norton Text, Graphik: E. Hermans (anklicken für größer ...)